04.08.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Der Sechsprozentpräsident

Petro Poroschenko kämpft ums politische Überleben

Reinhard Lauterbach

Demnächst feiert die Ukraine das 25jährige Jubiläum ihrer Abspaltung von der Sowjetunion. Aus diesem Anlass gab die Kiewer Mediengruppe Vesti eine Umfrage in Auftrag: Was halten Sie für das Beste im Vierteljahrhundert der Unabhängigkeit? Die Antworten konnten die jetzigen Machthaber nicht erfreuen. So kam der gegenwärtige Präsident Petro Poroschenko mit sechs Prozent auf einen blamablen vierten Platz im Ranking der Staatsoberhäupter. Besonders peinlich war, dass die Leute mit 33 Prozent den Mann zum »besten Präsidenten der Ukraine« wählten, der von Poroschenko gestürzt wurde – Wiktor Janukowitsch. Und auf Platz zwei stand mit 31 Prozent Zustimmung jemand, von der oder dem man nicht einmal weiß, wer es sein wird: Poroschenkos künftiger Nachfolger.

Zu Poroschenkos Negativimage tragen viele Faktoren bei: der schwelende Krieg im Donbass, der nach wie vor unbeliebt ist und überdies keine Chancen auf einen ukrainischen Sieg bietet; die für den Lebensstandard...

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