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01.08.2016 / Thema / Seite 12

Die Überflüssigen

Große Entlassungswelle: Für die Kombinats- und Betriebsleiter der DDR hatte die Treuhand nach deren Untergang keine Verwendung mehr

Jörg Roesler

Am 1. August 1991 veröffentlicht Birgit Breuel erstmals Zahlen über Entlassungen von Führungskräften der ehemaligen Volkseigenen Betriebe (VEB) durch die von ihr geleitete Treuhandanstalt. Gefeuert worden waren seit September 1990 1.400 der ostdeutschen Führungskräfte, vor allem Leiter von Kombinaten und Betrieben. Vier Gründe nannte die Chefin der Privatisierungsbehörde für die in ihren Ausmaßen – verglichen mit anderen Ländern Osteuropas, die ebenfalls begonnen hatten, die Transformation von der sozialistischen Planwirtschaft in eine kapitalistische Marktwirtschaft zu vollziehen – einmalige Entlassungswelle. Für die größte Gruppe (500 Personen) gab sie »personelle Überbesetzung der Geschäftsführungen« als Kündigungsgrund an. 400 Führungskräfte erhielten ihre Entlassungspapiere wegen »Inkompetenz«. Die gleiche Zahl von Angehörigen des betrieblichen Leitungspersonals war wegen »politischer Belastungen in der Vergangenheit« gefeuert worden. Der kleinsten ...

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