26.07.2016 / Ausland / Seite 7

Hilfe für Haftar

Tod von drei Franzosen beweist illegale Anwesenheit von NATO-Soldaten in Libyen. Proteste in Tripolis und anderen Städten

Knut Mellenthin

Seit Donnerstag wird in der libyschen Hauptstadt Tripolis, in Misurata, Sabrata, Sawija, Sabha und anderen Städten im Westen des nordafrikanischen Landes demonstriert. Anfangs richteten sich die Proteste hauptsächlich gegen Paris, das im Osten des Landes ein kleines Kontingent von Angehörigen seiner Spezialeinheiten stationiert hat, die den Privatkrieg des Generals Khalifa Haftar unterstützen. Doch seit Freitag ist die Stimmung umgeschlagen. Jetzt fordern die Demonstranten, deren Zahl zwischen einigen hundert und wenigen tausend liegt, den Sturz der vom Westen eingesetzten »Einheitsregierung« in Tripolis. Sie werfen ihr Schwäche bei der Verteidigung der Souveränität Libyens vor. Am Freitag rückte eine Menschenmenge in der Hauptstadt gegen den Marinestützpunkt Bu Setta vor, der bis vor kurzem das Hauptquartier des Kabinetts war. Die Bildung eines »Obersten Rates der Revolutionäre« als einer Art Gegenregierung ist im Gespräch. Dominiert werden die Kundgebun...

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