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21.07.2016 / Inland / Seite 4

Terror- und Amokmarketing

Axtangriff in Würzburg: Attentäter drehte wohl nach Tod eines Freundes in Afghanistan durch. IS bot Legitimation, ohne unbedingt Auftraggeber zu sein

Claudia Wangerin

Deutsche Sicherheitsbehörden scheinen sich noch nicht einig zu sein, ob der Attentäter von Würzburg ein Einzeltäter war. Das sichergestellte Bekennervideo des jungen Mannes enthalte keine Hinweise darauf, dass der Axtangriff auf Zugreisende am Montag abend von der Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS) angeordnet worden sei, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Mittwoch in Berlin. Es sei aber davon auszugehen, dass er von der Propaganda des IS angestachelt worden sei, so de Maizière. »Es ist vielleicht auch ein Fall, der im Grenzgebiet zwischen Amoklauf und Terror liegt.«

Die Bundesanwaltschaft dagegen leitet aus dem Video den Verdacht ab, »dass der Attentäter die Tat als Mitglied des sogenannten ›Islamischen Staats‹ zielgerichtet begangen hat«. Vor diesem Hintergrund sei zu klären, »ob weitere bislang unbekannte Tatbeteiligte oder Hintermänner in die Tat eingebunden waren«. Das teilte die Behörde am Mittwoch mit, als sie bekannt gab, dass s...

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