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21.07.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Todbringende Ignoranz

Vorherrschende Drogenpolitik kostet immer mehr Leben. Doch die Bundesregierung will daran nichts ändern

Markus Bernhardt

Insgesamt mehr als 37.000 Menschen sind in der Bundesrepublik seit 1990 durch den Konsum illegalisierter Drogen verstorben. Alleine im vergangenen Jahr wurden 1.226 »drogenbedingte Todesfälle« erfasst, wie das Bundeskriminalamt bekanntgab. Die Zahl der Drogentoten stieg somit 2015 um fast 20 Prozent an. Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar gewesen, hätten sich die politischen Entscheidungsträger dazu durchgerungen, die Kriminalisierung der Drogengebraucher zu beenden und bedarfsgerechte Hilfsangebote zu schaffen, um so den Kreislauf von Ausgrenzung, Beschaffungskriminalität und Verelendung zu durchbrechen. Ebendieser Wille fehlt jedoch vor allem Politikern aus CDU/CSU und SPD.

Die bittere Lebenssituation der Drogenkonsumenten ficht sie nicht weiter an. Sie üben sich vielmehr in vollkommener Realitätsverweigerung, indem sie die Faktenlage und die Ratschläge von Medizinern, Strafrechtlern und anderen Fachleuten ignorieren und weiter auf eine Kriminal...

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