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14.07.2016 / Thema / Seite 12

Gegenwärtige Geschichte

Armenische Künstler in Deutschland

Peter Michel

Nun hat sich auch das offizielle Deutschland in einem Beschluss des Bundestages vom 2. Juni mit großer Mehrheit dazu bekannt, die Massaker am armenischen Volk als das zu bezeichnen, was sie waren: ein Genozid aus niedrigen machtpolitischen, rassistischen und religiösen Gründen. Dass dabei die Stimmen der Kanzlerin, des Vizekanzlers und des Außenministers fehlten, sei nur angemerkt; sich darüber ein Urteil zu bilden, bleibt jedem selbst überlassen. Mehr als 100 Jahre brauchte Deutschland zu diesem Schritt. Mit pastoralem Pathos hatte zwar bereits 2015 Bundespräsident Joachim Gauck im Berliner Dom das Wort »Völkermord« ausgesprochen. Wenn es dort auch endlich aus Staatsraison ertönte, so blieb dies dennoch unehrlich. Denn die Mitschuld des deutschen Kaiserreiches an diesen entsetzlichen Taten und die Vorbildfunktion der »wandernden Konzentrationslager« für die Todesmärsche am Ende des vom deutschen Faschismus entfachten Zweiten Weltkrieges blieben unerwähn...

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