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12.07.2016 / Inland / Seite 2

»Populistische Politik sorgt für Konfusion«

Dem Volk einfach aufs Maul zu ­schauen, könne nicht die Politik der Linkspartei werden. Vielmehr müssten reaktionäre Inhalte kritisiert werden. Gespräch mit Raul Zelik

Johannes Supe

Am Sonntag sprachen Sie vor Linke-Genossen in Bremen zur Frage, ob man »mehr Linkspopulismus wagen« sollte. Und, soll man?

Das kommt darauf an, was man unter dem Begriff versteht. Er wird in den Politikwissenschaften sehr schwammig verwendet. Wenn man darunter versteht, real vorhandene gesellschaftliche Widersprüche sichtbar zu machen, Konflikte zuzuspitzen und dabei verschiedene gesellschaftliche Gruppen zusammenzubringen, ist das sicherlich sinnvoll. Bernard Sanders hat das in seinem Wahlkampf in den USA getan. Sieht man den Populismus hingegen als taktisches Manöver, um bestehende Vorurteile in der Bevölkerung zu bedienen, dann sollten Linke nicht darauf setzen.

Das klingt, als könnten Sie dem Begriff nicht viel abgewinnen.

In vielen gesellschaftlichen Konflikten hat populistische Politik leider wirklich eher für Konfusion gesorgt. Das Paradebeispiel dafür ist der Peronismus in Argentinien. Auf ihn haben sich radikale Linke, Sozialdemokraten, Neoliberale ...

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