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16.07.2016 / Ansichten / Seite 8

Opfer westlicher Interessen

Bürgerkrieg im Südsudan

Jörg Kronauer

Die Evakuierung sei unvermeidlich, teilt das Auswärtige Amt mit. Kämpfe tobten im Südsudan, brächten Hunderten den Tod, bedrohten auch deutsche Diplomaten und Entwicklungshelfer. Es wäre unverantwortlich gewesen, sie im Land zu lassen. Also wurde die Bundeswehr geschickt, um Deutsche und Bürger anderer Staaten nach Uganda zu bringen, von wo aus sie die Heimreise antreten könnten. Alle blieben körperlich unversehrt.

Südsudan – war da nicht was? Das Land verdankt seine Unabhängigkeit Deutschland und den USA. Beide waren in den frühen 2000er Jahren – wenn auch in unterschiedlicher Form – damit beschäftigt, in der arabischen Welt antiwestliche Kräfte aus dem Weg zu räumen. Die sudanesische Regierung gehörte dazu. Was zu tun war, lag auf der Hand: Im Süden des damaligen Sudan gab es starke Separatisten, was den Bestrebungen in Washington und Berlin höchst gelegen kam. Und auf deren Terr...

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