11.07.2016 / Ausland / Seite 7

Kein Geld für die Amisom

Soldaten der afrikanischen »Friedenstruppe« in Somalia seit Monaten ohne Sold

Knut Mellenthin

Seit März 2007 ist die afrikanische »Friedenstruppe« Amisom in Somalia aktiv. Ihre Stärke von zu Beginn 5.000 Mann wurde mehrmals erhöht, so dass sie gegenwärtig etwa 22.000 Soldaten aus Uganda, Burundi, Äthiopien, Kenia und Dschibuti umfasst. Aufgrund der anhaltenden Schwäche der somalischen Streitkräfte liegt nach wie vor fast die ganze Last des Kampfes gegen die islamistische Rebellenorganisation Al-Schabab auf den Amisom-Einheiten.

Neben großen militärischen Problemen steht die »Friedenstruppe« seit einem halben Jahr auch unter finanziellem Druck. Ausgelöst wurde dieser im Januar durch die Entscheidung der EU, ihre Zahlungen an die Trägerstaaten der Amisom um 20 Prozent zu kürzen. Zur Begründung hieß es in Brüssel, man wolle dem afrikanischen Militäreinsatz in Somalia nicht die Unterstützung entziehen, sei zu dieser Maßnahme aber durch »konkurrierende Prioritäten« gezwungen. Nach eigenen Angaben ist die Europäische Union der größte Geldgeber der Amisom...

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