08.07.2016 / Ausland / Seite 6

Helfer fordern Umsteuern

EU-Agrarpolitik schafft weltweit neue Fluchtursachen. Organisationen legen Bericht vor

Savannah Alphonso

Die Landwirtschaftspolitik der Europäischen Union zerstört die Entwicklungschancen der Bevölkerung in Afrika, Asien und Lateinamerika. Zu diesem Schluss gelangen Hilfsorganisation in einem am Dienstag in Berlin veröffentlichten Bericht. Die auf den Weltmarkt orientierte Agrarstrategie der EU stehe den von der UNO definierten Zielen entgegen, weltweit den Hunger zu bekämpfen sowie nachhaltige Landwirtschaft zu fördern.

Der Ansatz, die europäische Landwirtschaft »fit für den Weltmarkt« zu machen, habe eine dauerhafte Überproduktion und steigende Exporte zur Folge, kritisierten der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (Venro), Terre des Hommes und das Forum Menschenrechte.

Bislang seien viele der Länder, in die Konzerne aus der EU nun verstärkt exportieren, auf Ackerbau und Viehwirtschaft ausgerichtet gewesen. In diesen landwirtschaftlich geprägten Gesellschaften habe die »Marktöffnung« weitreichende Folgen für die dort heimischen Erzeuger. Die eur...

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