Gegründet 1947 Mittwoch, 20. Februar 2019, Nr. 43
Die junge Welt wird von 2161 GenossInnen herausgegeben
08.07.2016 / Ausland / Seite 6

Helfer fordern Umsteuern

EU-Agrarpolitik schafft weltweit neue Fluchtursachen. Organisationen legen Bericht vor

Savannah Alphonso

Die Landwirtschaftspolitik der Europäischen Union zerstört die Entwicklungschancen der Bevölkerung in Afrika, Asien und Lateinamerika. Zu diesem Schluss gelangen Hilfsorganisation in einem am Dienstag in Berlin veröffentlichten Bericht. Die auf den Weltmarkt orientierte Agrarstrategie der EU stehe den von der UNO definierten Zielen entgegen, weltweit den Hunger zu bekämpfen sowie nachhaltige Landwirtschaft zu fördern.

Der Ansatz, die europäische Landwirtschaft »fit für den Weltmarkt« zu machen, habe eine dauerhafte Überproduktion und steigende Exporte zur Folge, kritisierten der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (Venro), Terre des Hommes und das Forum Menschenrechte.

Bislang seien viele der Länder, in die Konzerne aus der EU nun verstärkt exportieren, auf Ackerbau und Viehwirtschaft ausgerichtet gewesen. In diesen landwirtschaftlich geprägten Gesellschaften habe die »Marktöffnung« weitreichende Folgen für die dort heimischen Erzeuger. Die eur...

Artikel-Länge: 3911 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €