05.07.2016 / Inland / Seite 2

»Eltern halten bessere Bezahlung für wichtig«

Am Montag streikten Beschäftigte der Berliner Arbeiterwohlfahrt, darunter Erzieherinnen und Sozialpädagogen. Ein Gespräch mit Josephine Merkl

Johannes Supe

Am Montag wurde bei der Berliner Arbeiterwohlfahrt, AWO, gestreikt. Bereits seit Ende vergangenen Jahres befindet man sich bei der AWO in Tarifverhandlungen. Nun legten etwa 350 der 1.600 Beschäftigten die Arbeit nieder, darunter etwa Erzieherinnen und Sozialpädagogen. Was hat die Belegschaften in den Ausstand getrieben?

Die Kolleginnen und Kollegen arbeiten eng mit Menschen zusammen, sie haben sich den Schritt, in den Streik zu treten, nicht leicht gemacht. Aber sie sind sauer. Viele Beschäftigte in diesen Bereichen unterliegen dem Tarifvertrag der Länder, TV-L. Die Beschäftigten bei der AWO bekommen aber nur zwischen 85 und 87 Prozent des im TV-L Festgelegten. Das bedeutet Bruttolohnunterschiede von bis zu 458 Euro im Monat. Wir haben dem Arbeitgeber erklärt, dass wir wieder an den Tarifvertrag der Länder anschließen wollen. Doch der hat daraufhin klargemacht, dass ihm die anfallenden Kosten vom Land Berlin nicht refinanziert würden. Angeboten wurde nur ...

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