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02.07.2016 / Inland / Seite 5

Betriebsräte auslagern?

Baumarktkette will durch Verkauf und Schließung von Filialen offenbar Mitbestimmung vereitelten. Markt in Augsburg bleibt nach Protesten vorerst geöffnet

Jana Frielinghaus

Der Vorgang ist nicht ganz untypisch für die Einzelhandelsbranche. Was bei der Baumarktkette Obi derzeit geschieht, kann aber schon als besonders dreister Angriff auf die betriebliche Mitbestimmung gelten. Am 23. Juni hat die Geschäftsführung dem Wirtschaftsausschuss des Gesamtbetriebsrates (GBR) der Tengelmann-Tochter auf einer überraschend einberufenen Sondersitzung mitgeteilt, dass der Markt in Augsburg (Bayern) zum 30. Juni geschlossen und die Beschäftigten mit sofortiger Wirkung von der Arbeit freigestellt werden sollen. Damit, so die Gewerkschaft ver.di in einer Pressemitteilung, würde die Augsburger Betriebsratsvorsitzende Gertrud Wagner, die zugleich stellvertretende GBR-Chefin ist, aus ihren Funktionen entfernt. Außerdem ist die Filiale in Sömmerda (Thüringen) mit Wirkung zum 1. Juli verkauft worden. Auch darüber wurde der GBR erst am 23. Juni informiert.

Am Freitag berichtete der Augsburger Gewerkschaftssekretär Thomas Gürlebeck, nach den heftige...

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