01.07.2016 / Feuilleton / Seite 10

Türme als Unikate

Die Berliner Mauer vom Osten aus betrachtet als Ausstellung im alten Westberlin

Gerd Adloff

Ich muss gestehen, als ich von dieser Ausstellung hörte, war ich neugierig und skeptisch zugleich. Denn sie folgt der vor fünf Jahren gezeigten Ausstellung »Aus anderer Sicht. Die frühe Berliner Mauer«. Die jetzige heißt »Inventarisierung der Macht. Die Berliner Mauer aus anderer Sicht«. Zwar hatte ich bei den Kuratoren Annett Gröschner und Arwed Messmer keine Befürchtungen, dass da Recycling oder Zweitverwertung betrieben werden könnte, doch was soll man zur Mauer noch sagen?

Dann zeigte sich, dass nicht nur das der Ausstellung zugrunde liegende Material um einiges umfangreicher geworden ist, sondern auch die Konzeption und die Gestaltung differieren.

Doch erst mal ist ein Blick zurück angebracht. Für ihr 1998 erschienenes Buch »Grenzgänger. Wunderheiler. Pflastersteine – Die Geschichte der Gleimstraße in Berlin« forschte Annett Gröschner auch in den damals noch in Potsdam gelagerten Unterlagen der einst in Berlin stationierten Grenztruppen der DDR. Dabei ...

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