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16.06.2016 / Feuilleton / Seite 11

Als die Lieder länger wurden

Wolfgang Seidel, Exdrummer von Ton Steine Scherben, legt ein Buch über »Krautrock, Free Beat und Reeducation« vor

Thomas Behlert

Wolfgang Seidels bekannteste Band war Ton Steine Scherben. Er spielte Schlagzeug auf der ersten Platte »Warum geht es mir so dreckig?« Das war 1970 eine Form von politischem Selbstermächtigungspunk. Über diese Zeit und ihre politische Bedeutung hat er 2005 das Buch »Scherben« herausgegeben. Sein neues Buch heißt »Wir müssen hier raus!« Dieser Titel irritiert zunächst, denn es geht hier weniger um die Scherben und ihren zum Klassiker gewordenen Eröffnungssong ihres zweiten Albums »Keine Macht für niemand«, das 1972 ohne Seidels Mitwirkung erschienen war. Vielmehr geht es um »Krautrock, Free Beat und Reeducation«, wie es im Untertitel heißt. Tatsächlich waren die Scherben Seidels konventionellste Band. Bekanntlich wollten sie immer so etwas wie die deutschen Rolling Stones werden, nur linker und radikaler.

»Nach zwei Jahren und einer Langspielplatte gaben die Scherben eine Presseerklärung heraus, in der sie mitteilten, dass ich die Band verlassen würde, um m...

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