20.06.2016 / Feuilleton / Seite 11

Verdrängte Generation

Eine Ausstellung in Wien beleuchtet das Schicksal von Kindern afroamerikanischer Befreiungssoldaten in Österreich

Simon Loidl

Die Lebensläufe könnten unterschiedlicher nicht sein: ein ehemaliger Profifußballer, eine Hausmeisterin, eine Kraftfahrerin oder ein Universitätsdozent. Sie alle vereint, dass sie in Österreich geborene Kinder afroamerikanischer Soldaten sind. Jahrzehntelang blieb das Schicksal dieser ersten schwarzen Generation in Österreich unbeachtet. Erst in jüngster Zeit setzten sich Medien und Wissenschaft mit dem Schicksal dieser Menschen auseinander. Aus dem Forschungsprojekt »Lost in Administration«, das Spuren der Kinder afroamerikanischer Soldaten verfolgte, entstand die Ausstellung »SchwarzÖsterreich«, die bis Ende des Sommers im Wiener Volkskundemuseum zu sehen ist.

Unter den GIs, die Österreich 1945 von der NS-Herrschaft befreiten, befanden sich viele Afroamerikaner. Genaue Zahlen fehlen, aber nach Schätzungen aufgrund der Truppenstärke ist davon auszugehen, dass sich in den zehn Jahren der Besetzung Österreichs stets zwischen 750 und 3 500 afroamerikanische ...

Artikel-Länge: 5115 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe