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16.06.2016 / Ausland / Seite 2

»Das Erbe der Kinder von 1976 wurde verraten«

Der Schüleraufstand von Soweto brach die Angst vor dem Apartheidregime. Doch die Zustände an den Schulen in Südafrikas Townships sind immer noch erschreckend. Ein Gespräch mit Hassen Lorgat

Johannes Oliphant

Als die Schüler in Soweto am 16. Juni 1976 auf die Straße gingen, richtete sich ihr Protest gegen die von seiten des rassistischen Apartheidregimes geplante Einführung von Afrikaans als Unterrichtssprache. Wer stand damals hinter dem Aufstand?

Soweto – egal was der ANC (African National Congress, Südafrikas Regierungspartei seit dem Ende der Apartheid 1994, jW) dazu sagt – haben die Schüler selbst organisiert, sehr authentisch. ANC-Gruppen aus dem Exil waren da nicht involviert, es waren die Schüler, die Widerstand gegen das Apartheidregime geleistet haben. Die Philosophie des Black Consciousness Movement (linke Schwarzenbewegung, jW) war dominant. Als Schwarze wurden darin alle gesehen, die unterdrückt wurden. Aber die Verbindungen zu uns waren noch nicht eng, das fing gerade erst an. Ich war damals im letzten Schuljahr an der Lanasia Secondary High School, die zu Apartheidzeiten »Indischstämmigen« zugewiesen war. Wir hatten unsere Protesttreffen als ...

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