Schwarzer Kanal
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15.06.2016 / Ausland / Seite 7

Rückschlag für Marokko

Pariser Gericht weist Klage des Königreichs gegen früheren Kickboxweltmeister zurück

Jörg Tiedjen

Der Pariser Strafgerichtshof (Tribunal Correctionel) hat am vergangenen Donnerstag eine Klage Marokkos gegen ein mutmaßliches Folteropfer als »unzulässig« abgelehnt. Das nordafrikanische Königreich hatte den früheren Weltmeister im Leichtkontakt-Kickboxen, Zakaria Moumni, wegen übler Nachrede angezeigt. Im vergangenen Jahr hatte Moumni den französischen Fernsehsendern BFM TV und Itele berichtet, wie er im Jahr 2010 vom marokkanischen Geheimdienst in Témara nahe der Hauptstadt Rabat vier Tage lang gefoltert worden war. Dies soll seinen Angaben zufolge in Anwesenheit und auf Befehl von Geheimdienstchef Abdellatif Hammouchi geschehen sein.

2014 hatte Moumni, der in Marokko geboren wurde, aber französischer Staatsbürger ist, deswegen in Paris Klage eingelegt. Damals hatte Marokko wegen der eingeleiteten Ermittlungen die gegenseitige Rechtshilfe mit Frankreich aufgekündigt. Das hinderte das Königreich allerdings nicht daran, Moumni für seinen Fernsehauftritt we...

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