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15.06.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

»Die Aktionäre haben nicht den entscheidenden Einfluss«

Staatlich reguliert, aber mit Hilfe des Finanzsektors treibt die chinesische Regierung den Umbau der Wirtschaft voran. Gespräch mit Andreas Nölke

Simon Zeise

Zu Jahresbeginn gab es enorme Kursstürze an den Börsen in Shanghai und Shenzhen. Steckt China in einer Bankenkrise?

In China sind Banken und Börsen ein getrenntes Paar Schuhe. Die Aktienkurse sind dort weit weniger wichtig als in den USA oder Großbritannien. Für die Unternehmensfinanzierung spielen sie keine große Rolle. Konzerne investieren eher auf Basis von Bankkrediten oder angesparten Gewinnen. Es ist ein Problem des Bankensektors, dass die Geldhäuser über extrem hohe Kreditbestände verfügen. Viele der Kredite, die sie an staatliche und halbstaatliche Unternehmen vergeben haben, drohen zu platzen.

Im Westen ist der Finanzmarkt um ein vielfaches größer als der Gütermarkt. Wie ist das Verhältnis in der Volksrepublik?

Verglichen mit der Finanzialisierung in den westlichen Ökonomien, wo unternehmerische Entscheidungen maßgeblich von den Interessen der Eigentümer, dem sogenannten Shareholder value, beeinflusst werden, muss man sagen: Die Aktionäre haben nich...

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