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15.06.2016 / Inland / Seite 2

»Das Projekt krankt an allen Ecken und Enden«

»Stuttgart 21« wird immer teurer, Bau dauert immer länger – Aufsichtsrat könnte Ausstieg beschließen. Gespräch mit Werner Sauerborn

Gitta Düperthal

Das Projekt des Stuttgarter Tiefbahnhofs wird erstens immer teurer, zweitens zieht es sich zeitlich in die Länge. Der Vorstand der Deutschen Bahn AG hat nun nachberechnet und gegenüber dem Aufsichtsrat einen Kostenanstieg um 630 Millionen Euro auf mehr als sieben Milliarden und weiteren Bauverzug bis 2023 eingeräumt. Wie reagiert die Bevölkerung darauf?

In der Bewegung gegen »Stuttgart 21« – aber auch weit darüber hinaus – herrscht Empörung über diesen Schachzug. Denn weder die neue Kostenangabe noch der behauptete Zeitverzug haben etwas mit der Realität zu tun: Bereits Dezember vergangenen Jahres hatte das bahnunabhängige Verkehrsplanungsbüro Vieregg-Rössler die Kosten des Projekts auf 9,8 Milliarden Euro taxiert und eine Fertigstellung für frühestens 2024 prognostiziert – Ausstiegskosten lägen bei 1,5 Milliarden. Der Bahn-Vorstand bedient sich der Salamitaktik. Mit Schönrechnen und peu à peu Bekanntgeben weiterer Verteuerungen und Verzögerungen will er d...

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