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14.06.2016 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Wenn Frau will, steht alles still

Vor 25 Jahren legten Arbeiterinnen, Hausfrauen und Angestellte ihre Arbeit nieder. Ihr Ziel: Lohngleichheit sollte nicht nur auf dem Papier stehen

Patricia D’Incau, Bern

Als der Morgen des 14. Juni 1991 anbrach, wusste niemand, was der Tag bringen würde. Über Monate hatte der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) die Frauen des Landes zum Streik aufgerufen, während Politiker und Patrons mit väterlichen Ratschlägen und unter Androhung von juristischen Schritten versuchten, den Ausstand zu verhindern. Doch die Frauen hatten genug. Genau zehn Jahre waren ins Land gegangen, seit am 14. Juni 1981 das Prinzip der Gleichstellung in der Bundesverfassung verankert worden war. Zehn Jahre lang hatten sie darauf gewartet, dass auf die Worte auch Taten folgten.

Im ganzen Land legten Angestellte, Hausfrauen und Mütter ihre Arbeit nieder und forderten mit vielfältigen lokalen Aktionen ihre Rechte ein. »Wenn Frau will, steht alles still«, lautete die Parole, der sich bis zum Ende des Tages rund eine halbe Million Frauen und Mädchen anschlossen. Nie zuvor und nie mehr danach war der Ruf nach der Durchsetzung der Lohngleichheit zwischen Ma...

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