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14.06.2016 / Ausland / Seite 7

Massenmord in Orlando

Amokläufer tötet mindestens 49 Menschen in Nachtklub. Das FBI hatte zweimal »ergebnislos« gegen ihn ermittelt

Knut Mellenthin

Für die Mehrheit der US-amerikanischen Bevölkerung war es ein Tag des Entsetzens und der Trauer. Aber für Donald Trump hätte es gar nicht besser laufen können: Ein im Staat New York geborener Mann, dessen Eltern aus Afghanistan eingewandert waren, hat in der Nacht zum Sonntag in einem hauptsächlich von Homosexuellen besuchten Nachtklub wild um sich geschossen und 49 Menschen getötet. Mindestens 53 andere Gäste wurden verletzt. Trump twitterte triumphierend: »Was in Orlando geschah, ist nur der Anfang. Unsere Führung ist weich und ineffektiv. Das habe ich beim Namen genannt und ein Verbot gefordert. Es muss hart sein.«

Der Präsidentschaftskandidat der Republikaner meint sein schon vor Monaten geäußertes Verlangen, allen Muslimen – auch Touristen, Geschäftsleuten und Diplomaten – auf unbegrenzte Zeit die Einreise in die USA zu verweigern. Das hat allerdings mit dem aktuellen Fall nichts zu tun und hätte ihn auch nicht verhindern können. Aber um Logik und...

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