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14.06.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

»Kehrseiten grob vernachlässigt«

Kinderärzte empfehlen: Keine digitalen Medien für unter Neunjährige. Gespräch mit Uwe Büsching

Ralf Wurzbacher

Haben Sie den Eindruck, dass die Gefahren, die von digitalen Medien für Kinder und Jugendliche ausgehen, durch die Politik und die Gesellschaft insgesamt unterschätzt werden?

Auf alle Fälle. Es wird weit überwiegend die vermeintlich positive Rolle betont, die digitale Medien bei der Entwicklung unserer Kinder spielen sollen. Die Kehrseiten, auf die wir Pädiater schon seit Jahren hinweisen, werden dagegen grob vernachlässigt.

Welche wären diese Kehrseiten?

Kinder wachsen immer mehr in einer virtuellen Welt auf, in der die reale Welt immer weniger erlebt wird. Elektronische Medien haben erhebliche negative Auswirkungen auf die Ausbildung von Phantasie, Kreativität, kindlicher Intuition und Spontaneität. Für einen Menschen, dessen Erfahrungswelt sich früh über digitale Medien konstituiert, ist die Gefahr groß, dass er sich später in der realen Welt nicht mehr zurechtfindet. Beispiel: Für ein rauchendes Kind von neun Jahren ist die Gefahr, später heroinabhängig ...

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