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11.06.2016 / Inland / Seite 4

Verhärtete Fronten

Stadt Bochum setzt protestierende Flüchtlinge unter Zugzwang. Diese fordern ein Minimum an Rechten und Privatsphäre

Markus Bernhardt

In Bochum bahnt sich eine weitere Verschärfung des Konfliktes zwischen der Stadtverwaltung und rund 50 Flüchtlingen an. Letztere protestieren seit nunmehr knapp zwei Wochen gegen ihre Verlegung aus einer städtischen Turnhalle in ein Zeltlager außerhalb der Stadt und fordern ihre Unterbringung in Wohnungen, wo sie die Möglichkeit zur Selbstversorgung hätten. Schließlich sei ihnen von der Heimverwaltung versprochen worden, dass »wir entweder in Wohnungen oder in Unterkünfte mit Containern und eigener Küche verlegt werden«, kritisierten sie. In einer Erklärung verlangten die protestierenden Flüchtlinge außerdem »mehr Privatsphäre und Selbstbestimmung«, den »Zugang zu Sprach- und Integrationskursen für alle« sowie die Möglichkeit, »endlich Asylanträge stellen zu können und die Beschleunigung unserer Asylverfahren«.

Bei der Stadt stößt der Flüchtlingsprotest unterdessen auf wenig Verständnis. Sollten die Protestierenden dem Willen der Verwa...

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