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08.06.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Spiel mit Leben und Tod

Drogenpolitik: Bundesregierung hat kein Interesse an Verbesserung der Lebenssituation von Konsumenten. Selbsthilfeorganisationen fordern Kurswechsel

Markus Bernhardt

Am morgigen Donnerstag veröffentlicht die Bundesregierung ihren »Drogen- und Suchtbericht 2016«. Verschiedene Selbsthilfeorganisationen wie die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH), der »Verband der Junkies, Ehemaligen und Substituierten« (JES) und der »Akzept«-Bundesverband kamen der Regierungskoalition dabei zuvor. Sie präsentierten bereits am Montag in Berlin den von ihnen erarbeiteten dritten »Alternativen Drogen- und Suchtbericht« und kamen dabei zu dem Schluss, dass die bisherige Drogenpolitik nicht nur der Gesundheit der Konsumenten, sondern auch der Gesellschaft insgesamt schade. »Das Festhalten an einem überholten Abstinenzparadigma hilft niemandem. Der Konsum illegalisierter Substanzen findet sich auf allen Gesellschaftsebenen und in unterschiedlichster Ausprägung«, stellte Marco Jesse vom Bundesverband JES im Rahmen einer Pressekonferenz am Montag klar.

In der deutschen Drogenpolitik herrsche jedoch Stillstand. »Beim Konsum der Volksdrogen Tabak und Al...

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