08.06.2016 / Titel / Seite 1

Russland erdrücken

Unter dem Titel »Anakonda« startet in Polen größtes NATO-Manöver seit Ende des ersten Kalten Krieges

Reinhard Lauterbach

Am gestrigen Dienstag war der Himmel zwischen den nordpolnischen Städten Torun und Bydgoszcz belebter als sonst. Mehrere tausend Fallschirmjäger aus den USA, Polen und Großbritannien sprangen zum Auftakt des NATO-Großmanövers »Anakonda-16« über einem Truppenübungsplatz ab; auch Haubitzen und sogar leichte Panzer sollten aus der Luft abgeladen werden. In der Nacht war dann geplant, den Vormarsch nach Osten über die Weichsel zu proben. Im weiteren Programm: Brückenschläge über die Oder unter Beteiligung der Bundeswehr und verschiedene Gefechtsübungen bis zu einem vollständigen Panzerangriff, den sich am 17. Juni, dem letzten Manövertag, Polens Staatspräsident Andrzej Duda vorführen lässt. Nicht vor den Augen der Prominenz wird auch die »Liquidierung« von Agenten der »Roten« durch amerikanische und polnische Spezialkräfte geübt.

»Anakonda« ist das größte der praktisch pausenlosen Manöver, die die NATO in diesem Jahr in Osteuropa veranstaltet. 31.000 Soldaten ...

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