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06.06.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Gebrochene Zusagen

Jobabbau: Nur wenige Wochen nach Vereinbarung einer »Zukunftssicherung« will Stuttgarter Autozulieferer Mahle zwei Werke verkaufen

Daniel Behruzi

Erst Mitte April hatten die IG Metall und der Autozulieferer Mahle die »erfolgreiche Zukunftssicherung« der 30 deutschen Werke verkündet. Doch nur wenige Wochen später entpuppt sich das Versprechen des Managements als sehr kurzlebig. Am Freitag machten Gewerkschaft und Betriebsräte öffentlich, dass der Konzern zwei weitere Werke verkaufen will – zusätzlich zum bereits angekündigten Arbeitsplatzabbau.

Laut IG Metall will das Unternehmen seine Standorte in Plettenberg (Sauerland) und Roßwein (Mittelsachsen) veräußern. Die insgesamt 620 Beschäftigten, die Pleuelstangen für Kfz-Motoren herstellen, blicken in eine unsichere Zukunft. Denn ob sich ein Käufer findet, der die Produktion und die Arbeitsplätze dauerhaft erhält, ist ungewiss. Gut möglich, dass der Konzern durch den Verkauf nur die Verantwortung für die Betriebe loswerden will und diese dann über kurz oder lang stillgelegt werden. Zwar sind die Fabriken durchaus profitabel – aus Sicht des Managements a...

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