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03.06.2016 / Feminismus / Seite 15

Marlene hatte andre Pläne

Gleich mehrere neue Bücher befassen sich mit der von einer israelischen Soziologin ausgelösten Debatte um unglückliche Mutterschaft

Mithu M. Sanyal

Gerade, als wir dachten, es gebe keine Tabus mehr, kam 2015 »#regrettingmotherhood« auf. Die online geführte Debatte unter diesem Schlagwort geht auf eine Studie der israelischen Soziologin Orna Donath zurück. Sie fragte Frauen: »Würden Sie – mit Ihrem heutigen Wissen und Ihrer Erfahrung – noch einmal Mutter werden, wenn Sie die Zeit zurückdrehen könnten?«. 23 Interviewte antworteten mit Nein, und das Internet explodierte. Viele Frauen bekannten, es gehe ihnen ähnlich – und mindestens ebenso viele beschimpften sie daraufhin als egoistische Schlampen, die ihre Kinder am liebsten in der Badewanne ertränken würden. Dabei hatte Donath gleich zu Beginn versichert, dass die von ihr Befragten ihre Kinder sehr wohl liebten. Jetzt liegt ihr Buch auch in deutscher Fassung vor, und gleich drei weitere Autorinnen haben das Phänomen für den deutschsprachigen Raum untersucht. Christina Mundlos und – am lesenswertesten – Esther Göbel.

Sie verweisen auf das Paradox, dass ...

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