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03.06.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Mit Faust in der Tasche

Bundesregierung will deutsche Industrie auf dem Weltmarkt ­stärken. Roboterproduzent Kuka vor Übernahme durch ­chinesischen Investor

Simon Zeise

Der Vorgang steht exemplarisch für die deutsche Wirtschaftspolitik. Der chinesische Produzent von elektrischen Haushaltsgeräten, Midea, hat dem Augsburger Roboterbauer Kuka am 18. Mai ein großzügiges Übernahmeangebot von 4,5 Milliarden Euro vorgelegt. Pro Aktie wollen die Unternehmer 115 Euro bezahlen. Seither ist das Wertpapier von 84,41 Euro auf 107 Euro in die Höhe geschnellt.

Am Dienstag hatte sich Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) zu Wort gemeldet. Zwar müsse man »aufpassen, dass man jetzt kein Chinesen-Bashing macht, aber ich würde mich sehr darüber freuen, wenn es ein alternatives Angebot aus Deutschland oder Europa gibt, bei dem die Eigentümer die Wahl haben«, sagte Gabriel in Berlin. Daraufhin wurde gemunkelt, dass er die EU nach einem anderen Investor abgrast, was tags darauf bestätigt wurde. Die Süddeutsche Zeitung gab an, über Pläne unterrichtet zu sein, wonach Gabriel ein Konsor­tium schmieden wolle, um Midea auszustechen. »Es gibt die ...

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