Der Schwarze Kanal
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03.06.2016 / Ausland / Seite 6

Die Vergessenen von Moria

Im Flüchtlingslager auf der Insel Lesbos herrscht Hoffnungslosigkeit. Die Insassen ­wehren sich gegen die dortigen Zustände

Hauke Heuer, Lesbos

Im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos kommt es seit Tagen zu schweren Unruhen. Handyvideos aus der abgeriegelten Anlage, in der derzeit rund 4.000 Menschen interniert sind, zeigen wie am Montag Hunderte Männer Barrikaden aus Mülltonnen errichteten, die mit Stacheldraht versehenen Zäune bestiegen und sich Auseinandersetzungen mit der Polizei lieferten.

Bereits Ende April war die Anspannung während eines Besuches des griechischen Migrationsministers Giannis Mouzalas in Gewalt umgeschlagen. 17 Menschen waren damals nach griechischen Medienberichten bei den Unruhen verletzt worden. »Seitdem hat sich nichts geändert«, sagte ein Mitarbeiter des UN-Flüchtlingshilfswerkes UNHCR, der nicht namentlich genannt werden möchte, am Dienstag gegenüber junge Welt. Es werde nur weniger berichtet.

Journalisten, die sich Moria in diesen Tagen mit Kameras nähern, werden von der Polizei, die auch nicht davor zurückschreckt, handgreiflich zu werden, des Plat...

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