02.06.2016 / Inland / Seite 4

Breite Front der Ablehnung

Betroffene weisen Prostituiertenschutzgesetz der Regierung zurück – mit Unterstützung von Juristen, AIDS-Hilfe, Diakonie und selbst Prostitutionsgegnern

Markus Bernhardt

Ausgerechnet am »Internationalen Hurentag«, der jedes Jahr am 2. Juni begangen wird, findet im Deutschen Bundestag die erste Lesung des sogenannten Prostituiertenschutzgesetzes statt. Während sich die Bundesregierung rühmt, damit die Lage der Betroffenen zu verbessern sowie Menschenhandel und Zwangsprostitution den Kampf anzusagen, stoßen die Pläne nicht nur bei Frauen und Männern, die sexuelle Dienstleistungen anbieten, auf entschiedene Ablehnung. »Man könnte glauben, Familienministerin Schwesig hätte es nicht besser gewusst und vertritt aus purem Unwissen ein Gesetz, das an den Lebensrealitäten der Branche und der in ihr tätigen Personen vorbeigeht. Leider vermute ich, dass wir es mit einer sexualrepressiven und reaktionären Agenda zu tun haben«, konstatierte etwa die Berliner Sexarbeiterin Kristina Marlen in einem aktuellen Kommentar im schwul-lesbischen Berliner Stadtmagazin Siegessäule. Sie arbeitet als Domina und studierte Jura und Physiotherapie, b...

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