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25.05.2016 / Antifa / Seite 15

Zweite Chance für Ex-NPD-Anwalt

Früherer Neonazifunktionär jetzt für Qualifizierung Erwerbsloser in Sachsen-Anhalt zuständig. Verfassungsschutz soll ihm Ausstiegshilfe verweigert haben

Markus Bernhardt

Die 1991 als Tochtergesellschaft des Altkreises Anhalt-Zerbst gegründete B&A Strukturförderungsgesellschaft Zerbst mbH bekommt zum 1. Juni dieses Jahres einen neuen Geschäftsführer. Dies wäre kaum berichtenswert, leitete künftig nicht Ingmar Knop die Geschicke der kommunalen Gesellschaft, die sich der Schaffung von Arbeits- und Qualifizierungsgelegenheiten für Erwerbslose verschrieben hat, ein Sozialkaufhaus betreibt sowie Schulsozialarbeit durchführt. Der Rechtsanwalt war über Jahre hinweg Multifunktionär in der extrem rechten Szene. So war der heute 41jährige 2006 Spitzenkandidat der damals noch existierenden »Deutschen Volksunion« (DVU) in Sachsen-Anhalt und in den Jahren 2009 und 2010 sogar deren stellvertretender Bundesvorsitzender. Nachdem die Partei 2011 mit der neofaschistischen NPD fusionierte, gehörte Knop, der als Anwalt regelmäßig rechte Gewalttäter verteidigte, dem NPD-Bundesvorstand an. Noch 2012 vertrat Knop die sächsische NPD in einem ...

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