23.05.2016 / Inland / Seite 2

»Kirchen erhalten ständig neue Rekordsummen«

Sachsen hat den öffentlichen Religionsgemeinschaften seit 1993 mehr als eine halbe Milliarde Euro gezahlt. Gespräch mit André Schollbach

Gitta Düperthal

Sie kritisieren, dass CDU-geführte Regierungen in Sachsen der katholischen und evangelischen Kirche seit Jahren staatliche Gelder in enormem Umfang zuschanzen. Zuletzt auch in Koalition mit der SPD. Wieviel konnten die Kirchen ein­sacken?

Wir haben dies über einen längeren Zeitraum analysiert. Die beiden großen Kirchen haben im Freistaat Sachsen seit 1993 mehr als ein halbe Milliarde Euro an pauschalen Staatsleistungen erhalten: die Evangelische Kirche 549,3 Millionen Euro und die katholische 30,7. Hinzu kommt, dass sich seit 1993 diese Leistungen nahezu verdoppelt haben. Im Jahr 2015 erreichten sie schließlich ein Rekordniveau. Es ist davon auszugehen, dass tatsächlich noch mehr Geld an die Kirchen geflossen ist. Denn auf mehrere parlamentarische Anfragen hin teilte die Staatsregierung mit, dass entsprechende Informationen aus verschiedenen Jahrgängen nicht vorlägen. Nun wird immer wieder eingewandt, die Kirchen täten doch soviel Gutes. Aber in jenen Bere...

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