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21.05.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Populismus trifft Rating

Keine Massenentlassungen im Bergbau? Polens Regierung hat Probleme mit ihren Wahlversprechen. Bonitätsprüfer machen Druck

Reinhard Lauterbauch

Als am vergangenen Wochenende die Ratingagentur Moody’s die Perspektive der polnischen Volkswirtschaft auf »negativ« senkte, ging ein Aufatmen durch das offizielle Warschau. Immerhin habe die Agentur ja anders als zuvor Standard & Poor’s und Fitch die wichtigste Bewertung nicht gesenkt. Das klang wie Pfeifen im Walde. Denn die Bonitätseinschätzungen der drei führenden Agenturen dienen ja der Einschätzung der Fähigkeit, heute gewährte Darlehen künftig anstandslos zurückzuzahlen. De facto hat also Moody’s genau das für die finanzielle Zukunft des Landes entscheidende Kriterium herabgestuft: Die Bewertung des gegenwärtigen Zustands der polnischen Wirtschaft als ordentlich dementiert allenfalls die Wahlkampfbehauptung der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS), sie habe ein »ruiniertes Polen« vorgefunden, als sie Ende 2015 die Macht übernahm. Der Devisenmarkt reagierte sofort auf die Prognose: Von etwa 4,30 Zloty pro Euro sank der Kurs innerhalb w...

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