19.05.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Poroschenkos Schandtaten

Die ukrainische Politikerin Larissa Schessler hat einen offenen Brief an Angela Merkel geschrieben. Offiziell nahm niemand davon hierzulande Notiz

Robert Allertz

In der Politik der Ukraine spielten Frauen bisher keine Rolle – von Julia Timoschenko mal abgesehen. Nun stehen zwei im Rampenlicht. Die eine – Susana Dschamaladinowa, die sich Jamala nennt – gewann als singende Geschichtsklitterin am Samstag den Eurovision Song Contest (ESC). Von Präsident Petro Poroschenko wurde sie dafür am Montag mit dem Titel »Volkskünstlerin der Ukraine« ausgezeichnet. Die andere – Larissa Schessler – tritt als Vorsitzende des im Dezember 2014 in Moskau gegründeten Verbandes der ukrainischen Emigranten und Gefangenen (SPPU) vor die Kameras. Wenn das von Expremier Nikolai Asarow im August 2015 in Moskau gegründete »Komitee zur Rettung der Ukraine« dort Pressekonferenzen abhält, sitzt die dunkelhaarige kleine Frau in der Regel mit am Tisch.

Jamalas Urgroßmutter, so spielt die Begleitmusik in antirussischen Medien, sei 1944 mit anderen Krimtataren von Stalins Geheimpolizei nach Zentralasien verschleppt worden. Nicht gesagt wird, das...

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