18.05.2016 / Ausland / Seite 8

»Wir befürchten, dass die Grenze abgeriegelt wird«

Pädagogen, die traumatisierten Kindern in Kobani helfen wollten, kamen nicht ins Land. Gespräch mit Thomas Lutz

Gitta Düperthal

Das Zentrum für Traumapädagogik »Welle« hatte eine Zusammenarbeit mit der »Stiftung der freien Frauen in Rojava« geplant. Sie wollten in die Region Rojava in Nordsyrien reisen, um dort Lehrerinnen weiterzubilden und im Umgang mit Kindern zu stärken, die schlimme Kriegserfahrungen haben. Weshalb wurde nichts daraus?

Eine Kollegin von mir, eine kurdische Dolmetscherin und ich saßen praktisch schon auf gepackten Koffern. Doch drei Tage, bevor wir loswollten, hieß es plötzlich: Die Grenze ist geschlossen. Es war die einzige Möglichkeit, in die von der Terrormiliz IS zerstörte und von den Frauen- und Volksbefreiungskräften YPJ/YPG wieder befreite Stadt Kobani einreisen zu können. Wir hatten uns zuvor mit dem Grenzkommandanten des Übergangs vom Nordirak nach Nordsyrien per Mail verständigt, Flüge waren gebucht, Formulare ausgefüllt, Kopien unserer Reisepässe verschickt. Doch dann ist der Mailkontakt abgebrochen. Auf unsere Nachfragen kam keine Antwort mehr. ...

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