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18.05.2016 / Ausland / Seite 6

Jakarta will Massengräber untersuchen

Erste Aufarbeitung der antikommunistischen Gewalt in Indonesien

Anett Keller

Die indonesische Regierung hat die Öffnung von Massengräbern der Opfer der Kommunistenverfolgung Mitte der 60er Jahre angekündigt. Zu diesem Zweck soll ein Untersuchungsteam gebildet werden. »Wir werden eine Arbeitsgruppe einrichten, die zunächst einzelne Massengräber untersuchen wird«, sagte der koordinierende Minister für Politik, Recht und Sicherheit, Luhut Binsar Panjaitan, vergangenen Montag in Jakarta unter Verweis auf Gräber auf Java.

Auf der bevölkerungsreichen Insel Java hatten die meisten der Massenmorde stattgefunden, mit denen die linke Bewegung Indonesiens ausgelöscht werden sollte. Militärs und Milizen töteten aber auch auf Inseln wie Bali, Sumatra, Sulawesi und Flores. Insgesamt sollen zwischen 500.000 und drei Millionen Menschen umgebracht worden sein.

Das Blutbad begleitete die Konterrevolution des prowestlichen Militärdiktators Suharto gegen seinen antiimperialistischen Vorgänger Sukarno und gegen die einflussreiche Kommunistische Partei I...

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