18.05.2016 / Thema / Seite 12

Gläserner Grenzübergänger

Europäische Informationssysteme sollen ­miteinander ­verknüpft werden. Per Mausklick könnten Sicherheitsbehörden anhand der Fingerabdrücke von Reisenden eine Fülle ­persönlicher Daten ­abrufen

Matthias Monroy

In einer Mitteilung vom 6. April hat die Europäische Kommission eine Debatte zur »Verbesserung des polizeilichen Informationsaustauschs« angestoßen. Die Funktionsweise bestehender Datenbanken soll verbessert werden, weitere kommen hinzu. Doch das ist nicht alles: Die Informationssysteme könnten miteinander verbunden werden, damit Polizeien und Geheimdienste nach unentdeckten Informationen oder Auffälligkeiten unter den Datensätzen suchen können. Das Verfahren wird als »Interoperabilität« bezeichnet, allerdings ist der Begriff nicht einheitlich definiert. Der deutsche Innenminister Thomas de Maizière (CDU) spricht deshalb lieber von einer »Verknüpfung«. Am Ende stehe eine biometrische Superdatenbank, über die per Mausklick Angaben zu Personen und sonstige Informationen abrufbar wären.

In drei großen polizeilichen und grenzpolizeilichen Datenbanken tauschen europäische Sicherheitsbehörden schon jetzt Informationen über Visumsangelegenheiten, zu Asylbewer...

Artikel-Länge: 17293 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe