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17.05.2016 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Betrogen und eingeschüchtert

Der Handelskonzern Seven-Eleven hat in Australien vor allem studentische Arbeitskräfte um Lohn betrogen. Eine Untersuchungskommission wurde nun abgesetzt

Thomas Berger

Im Zentrum australischer Großstädte wie Sydney, Melbourne, Brisbane und Adelaide findet sich alle paar Straßenecken ein Seven-Eleven. 620 Läden sind es landesweit – rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche geöffnet. Der Minimarkt für den Notfall, jederzeit erreichbar. Doch das hat seinen Preis: Schon erste Untersuchungen in rund 20 Läden im September 2014 förderten Fälle von systematischer Unterbezahlung der Beschäftigten und von frisierten Unterlagen zutage. Eine zur Aufklärung eingesetzte unabhängige Expertenkommission wurde jedoch vergangene Woche ausgebootet.

Rund 4.000 Beschäftigte halten die Läden am Laufen. Üblicherweise müsste ein Seven-Eleven-Mitarbeiter im Durchschnitt etwa 24 Australische Dollar pro Stunde (etwa 15 Euro) verdienen. Schließlich fallen die Arbeitszeiten wegen der fehlenden Schließzeit oft in die Nachtstunden sowie auf Sonn- und Feiertage, was deutliche Lohnzuschläge erfordern würde. Für die Betreiber, Franchisenehmer der bekannte...

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