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17.05.2016 / Inland / Seite 4

Jenseits der Willkommenskultur

Dokumentation zu tödlichen Folgen der Flüchtlingspolitik vorgelegt

Ulla Jelpke

Durch staatliche Maßnahmen kamen in der Bundesrepublik seit 1993 mindestens 466 Flüchtlinge ums Leben. Weitere 99 starben bei rassistischen Übergriffen oder infolge ihrer Unterbringung in Lagern bei Bränden oder Anschlägen. Diese Zahlen sind der akribisch Jahr um Jahr fortgeführten Chronik über die »Bundesrepublikanische Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen« zu entnehmen, deren 23. Ausgabe die Antirassistische Initiative Berlin (ARI) jetzt vorgelegt hat. Sie dokumentiert 8.000 Einzelschicksale von Flüchtlingen, die 2015 körperlich zu Schaden kamen. Die hohen Flüchtlingszahlen im vergangenen Jahr nahmen fremdenfeindliche Gruppierungen wie Pegida, AfD und Neonazis zum Anlass für eine rassistische Mobilmachung auf der Straße, die sich in einer massiv angestiegenen Zahl von Anschlägen auf Schutzsuchende und ihre Unterkünfte widerspiegelt. Mindestens 345 Flüchtlinge wurden im vergangenen Jahr bei solchen Übergriffen mit Molotowcocktails, Böllern, Stein...

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