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12.05.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Alleingang der Ölmacht

Neuer Minister, neue Machtverhältnisse, altes Denken: Saudi-Arabien krempelt seine Wirtschaftspolitik um

Gerrit Hoekman

Am Wochenende überraschte Saudi-Arabien mit einer großangelegten Kabinettsumbildung. Ministerien wurden neu zugeschnitten, sechs Minister müssen gehen, drei neue treten an ihre Stelle. Prominentestes Opfer der Neuausrichtung ist Ali al-Naimi. Über 20 Jahre war er als Erdölmister der unangefochtene Verwalter der saudischen Ölreserven, die zu den größten der Welt gehören. Seine Position machte ihn zu einem der einflussreichsten Männer in der Hierarchie des Königreichs und auch innerhalb der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), jenes Kartells, das über Jahrzehnte durch gedeckelte Fördermengen den Preis für den fossilen Rohstoff auf dem Weltmarkt bestimmt hatte.

Der 81 Jahre alte Al-Naimi wird durch den 25 Jahre jüngeren Khalid al-Falih ersetzt, den bisherigen Gesundheitsminister. Aus dem Ölressort wird das Ministerium für Industrie, Energie und Bodenschätze. Der neue Zuschnitt ist Ausdruck der zukünftigen Wirtschaftspolitik, mit der Saudi-Arabien m...

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