10.05.2016 / Thema / Seite 12

Eine Bahn für alle

Grube will die Privatisierung der DB-AG vollstrecken – eine Herausforderung für die Freundinnen und Freunde der Bahn. Ein Plädoyer für die »Rekommunalisierung« der Schieneninfrastruktur

Sabine Leidig

Vergangene Woche tagte der Aufsichtsrat der DB AG und sollte nach dem Willen von Bahn-Chef Rüdiger Grube die Teilprivatisierung von DB Arriva und DB Schenker durchwinken – nachdem das Vorhaben im vergangenen Jahr schon mehrfach gescheitert war. Doch scheint es nach wie vor Widerwillen zu geben, denn der Aufsichtsrat hat dem Management die Aufgabe erteilt, ein Konzept – mitsamt Alternativen – zu erarbeiten. Damit ist die Kuh allerdings noch längst nicht vom Eis. Offenbar arbeitet der DB-Vorstand wieder auf einen Börsengang hin, wie er vor knapp zehn Jahren schon einmal versucht wurde und – völlig zu Recht – auf breite Ablehnung in der Bevölkerung stieß.

Die geplante Teilprivatisierung ist ein brandgefährliches Projekt, weil dann private Investoren ihre Renditeinteressen direkt im Bahn-Konzern vertreten. Mit diesem Schritt würde der klammheimliche und jüngst beschleunigte Prozess, den Schienenverkehr zu verringern, weiter vorangetrieben. Dabei geht es um...

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