Der Schwarze Kanal
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22.04.2016 / Feuilleton / Seite 10

Ist das wieder nur Ironie?

Sich selbst nicht ernst zu nehmen, kann auch ganz schön nervig sein: Ein Dokumentarfilm über Sibylle Berg

Matthias Reichelt

Was liegt näher, als einen Film über Sibylle Berg mit Text beginnen zu lassen, am Anfang war das Wort. Schrifttafeln mit Zitaten stellen die Autorin als »Hasspredigerin der Singlegesellschaft« vor, »Designerin des Schreckens«, »Letzte freie Radikale unter den deutschen Schriftstellerinnen«, »Fachfrau fürs Zynische«. Aus dem Off hört der Zuschauer die Autorin genervt grummeln.

»Wer hat Angst vor Sibylle Berg« ist der Titel des Dokumentarfilms von Sigrun Köhler und Wiltrud Baier, die unter »Böller und Brot« firmieren. Sie haben schon den indianischen Schlagzeuger der »Mothers of Invention«, Jimmy Carl Black, porträtiert und einen hinreißenden Film über eine Bank ohne Computer im schwäbischen Gammelsfeld gedreht (»Schotter wie Heu«). 2012 gewannen sie für eine Doku über »Stuttgart 21« einen Grimme-Preis. Nun also Sibylle Berg. Unter einem Titel, der an Edward Albees berühmtes Theaterstück »Who’s afraid of Virginia Woolf« erinnert. Um es gleich vorwegzunehmen:...

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