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22.04.2016 / Feminismus / Seite 15

Poetische Herrschaftskritik

Kurze Texte der afroamerikanischen Feministin Audre Lorde erstmals auf deutsch erschienen

Erna Ross

Audre Lorde war Sozialistin, Lesbe, Feministin, Mutter, Dichterin – und eine Schlüsselfigur der Frauen- und Lesbenbewegung auch in der BRD. Über einen Zeitraum von acht Jahren ab Anfang/Mitte der 1980er Jahre kam die 1934 geborene US-Amerikanerin mit karibischen Wurzeln regelmäßig nach Berlin, wo sie Lesungen und Poesieworkshops anbot und als Gastdozentin an der Freien Universität Berlin lehrte. Sie beförderte die Auseinandersetzung mit Rassismus innerhalb der weiß dominierten Frauenbewegung und regte einen anerkennenden Umgang mit Unterschieden zwischen Frauen an. Zur Selbstorganisierung afrodeutscher Frauen und Lesben und zur Bildung einer Schwarzen Frauenbewegung in der alten Bundesrepublik trug sie maßgeblich bei.

Im jetzt im Verlag »w_orten & meer« erschienenen Sammelband »Vertrauen, Kraft und Widerstand« sind elf kurze, erstmalig ins Deutsche übersetzte Essays und Reden der Autorin versammelt. Lorde verbindet darin radikale Herrsch...

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