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22.04.2016 / Feminismus / Seite 15

»Sturmwind in Weibskleidern«

Eine der großen Intellektuellen Europas: Vor 250 Jahren wurde die Pariser Salonière, Politikerin und Schriftstellerin Germaine de Staël geboren

Florence Hervé

Hermaphrodit«, »Äffin in Kleidern«, »Hure« und »Furie« (Napoleon), »Sturmwind in Weibskleidern« (Heinrich Heine): Das waren nur einige Titel, die Zeitgenossen einer Frau verliehen, die es wagte, in die männliche Sphäre der Politik und des Schreibens einzudringen. Ihr Salon – ein »Hexensabbat«! Germaine de Staël war eine in ihrer Zeit berühmte Salonière, Schriftstellerin und Rednerin. Der Historiker Michel Winock veröffentlichte 2010 die mit dem Prix Goncourt ausgezeichnete Biographie »Madame de Staël« – und entriss sie damit dem Vergessen.

Geboren wurde sie am 22. April 1766 als Tochter eines der reichsten und berühmtesten Männer Frankreichs, des Finanzministers Jacques Necker, und der Schweizer Pastorentochter Suzanne Curchod. Germaine wird auf geistige Höchstleistung getrimmt, debattiert schon als Zehnjährige mit dem damals 63jährigen Philosophen Denis Diderot über die Werke Jean-Jacques Rousseaus (1712–1778) und Montesquieus (1689–1755) und trifft den g...

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