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22.04.2016 / Abgeschrieben / Seite 8

Thüringer Linke-Abgeordnete gegen Geschichtsklitterung

Am Mittwoch abend fand im Thüringer Landtag in Erfurt eine Abstimmung zum zweiten Gesetz zur Änderung des Thüringer Feiertagsgesetzes statt. Das Parlament beschloss, dass im Freistaat künftig des »Volksaufstands« in der DDR vom 17. Juni 1953 gedacht werden soll. Die Linke-Abgeordnete Johanna Scheringer-Wright äußerte sich in einer Erklärung zu ihrem Votum – sie stimmte als einzige gegen die Vorlage:

Ich habe gerade gegen dieses Gesetz gestimmt. Diese Entscheidung habe ich mir nicht leicht gemacht. Ich weiß, dass auch in der DDR Unrecht geschehen ist, und dieses verurteile ich.

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Unrecht nie unwidersprochen bleiben darf. Daher muss auch in der DDR geschehenes Unrecht – verursacht durch die SED oder durch wen auch immer – aufgearbeitet werden. Das gilt umso mehr, wenn Tote zu beklagen sind. (...) Aufarbeitung ist also notwendig, die Frage ist, wie dies geschieht.

Im heute beschlossenen zweiten Gesetz zur Änderung des Thüri...

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