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20.04.2016 / Inland / Seite 8

»Die Bereitschaft zum Streik ist ungewöhnlich hoch«

Der Klinikbetreiber Vivantes schiebt das Patientenwohl vor, um die Beschäftigten vom Ausstand abzuhalten. Gespräch mit Tom Lüdtke

Johannes Supe

Der Tarifvertrag des öffentlichen Diensts, TVöD, wird verhandelt, die Beschäftigten verlangen mehr Lohn. Erste Warnstreiks sind bereits angekündigt. Auch beim Berliner Klinikkonzern Vivantes wollen die Pflegerinnen in den Ausstand treten. Sie beklagen nun, dass Ihnen der Konzern das nicht leicht macht. Warum?

Vivantes weigert sich, eine von uns vorgeschlagene Notdienstvereinbarung zu unterzeichnen. Sie soll sicherstellen, dass auch während der Streiks die Patienten versorgt werden. Bei vergangenen Ausständen war es so, dass auf jeder Station eine Pflegekraft bleiben musste. Die war dann für teils 35 Patienten verantwortlich. Alle Betten blieben belegt. Viele Pflegekräfte wurden so daran gehindert, überhaupt zu streiken.
So soll es nicht wieder sein. Mit einer Pflegekraft kann man so viele Patienten nicht adäquat versorgen. Unsere neue Notdienstvereinbarung sieht vor, dass Stationen geschlossen werden. Vivantes müsste sich dann darum kümmern, dass die ...

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