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18.04.2016 / Feuilleton / Seite 10

Ich bin nicht böse

Wenn nach dem Tod gefragt wird und er dann auch Gestalt annimmt: An der Berliner Volksbühne wurden Stücke einer »Schwarzen Serie« aufgeführt

Ricarda Bethke

Der im Sommer 2015 verstorbene Bühnenbildner der Berliner Volksbühne, Bert Neumann, hatte die Idee, für die Spielzeit 2015/2016 eine zusammenhängende Reihe von Inszenierungen zu planen. Seit März läuft diese »Schwarze Serie« in Neumanns letzter Ausstattung nach dem Motto: »Erobert euer Grab!«, übrigens eine sehr historische Aufforderung von Aischylos. Der Volksbühnendramaturg Carl Hegemann meint, dass ein Verzicht auf die Frage nach dem Tod dem Theater das Spezifische der Kunstform raube. Entgegen der populistischen Frage »Wie wollen wir leben?« sollte gefragt werden: »Wie wollen wir sterben?«

Es geht um Krieg, Hass, Terror und Tod, um Sinn und Sinnlosigkeit. In den sieben Premieren der »Schwarzen Serie« wirken hauptsächlich junge Schauspieler. Von Gorki inszeniert Silvia Rieger die »Sommergäste«, über die Alexander Blok einst schrieb: »Es ist, als hätten die Menschen von heute eine Bombe neben sich entdeckt«, die einen wollen sie entschärfen, die anderen ...

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