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18.04.2016 / Inland / Seite 4

Täter spielt Opferrolle

Erster Tag des Prozesses gegen Reker-Attentäter

Annette Hauschild, Düsseldorf

Am vergangenen Freitag begann der Prozess gegen Frank Steffen. Dem 44jährigen Neonazi drohen fünfzehn Jahre Haft wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung. Er hatte am 17. Oktober 2015 die Kandidatin für das Oberbürgermeisteramt in Köln, Henriette Reker, mit einem Jagdmesser angegriffen und lebensgefährlich verletzt. Mehrere Mitarbeiter Rekers trugen ebenfalls Verletzungen davon.

Vor bis auf den letzten Platz besetzten Zuschauerbänken trug Oberstaatsanwalt Lars Otte von der Bundesanwaltschaft die Anklage vor. Er warf dem Angeklagten Mord in voller Absicht vor. Einen Tag vor der Kommunalwahl habe der erwerbslose Malergeselle der arglosen Wahlkämpferin Henriette Reker heimtückisch ein Bowiemesser in den Hals gerammt. Um nahe genug an sein Opfer heranzukommen, habe er die Frau um eine der Rosen gebeten, die sie gerade verteilte. Die Klinge durchtrennte ihre Luftröhre und verletzte ihre Wirbelsäule. Steffen habe ein »Zeichen setzen wollen« gege...

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