Gegründet 1947 Mittwoch, 27. März 2019, Nr. 73
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16.04.2016 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Wir müssen die Gleichgültigkeit aktiv bekämpfen«

Gespräch. Mit Giacomina Castagnetti. Über ihr Leben im Widerstand gegen den Faschismus

Peter Schaber

Sie haben sehr jung begonnen, sich gegen den italienischen Faschismus zu engagieren. Wie kam es zu dieser Entscheidung? Was waren die ausschlaggebenden Erlebnisse dafür?

Ich wurde 1925 in eine Familie geboren, die sechs Söhne hatte. Ich wurde in einer Phase geboren, in der der Faschismus schon im Vollbesitz der Macht war. Die faschistische Diktatur war schon errichtet, ich hatte also noch nie nichtfaschistische Zeiten erlebt. Das hatten mir meine großen Brüder voraus, die waren in einer Periode mit größerer Freiheit aufgewachsen.

Ich bin dann zur Schule gekommen in einer Zeit, in der dort schon Parolen galten wie »Credere, obbedire, combattere«, also »Glauben, gehorchen, kämpfen«, und in der der Faschismus uns weismachen wollte, dass der Krieg eine gute und erstrebenswerte Sache sei. Man bereitete schon den Kolonialkrieg zur Eroberung Äthiopiens vor, das bekamen wir auch in den Schulen mit. Zu Hause hörte ich aber ganz andere Töne. Mein großer Bruder sagte...

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