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16.04.2016 / Thema / Seite 12

Proletarier, Kommunist, Staatsfeind

Vor 130 Jahren wurde Ernst Thälmann geboren. Der Transportarbeiter aus Hamburg stand an der Spitze der KPD, bevor er von den Faschisten eingekerkert und nach elf Jahren Einzelhaft ermordet wurde

Ernst Thälmann, Transportarbeiter, Hamburg«, das steht auf dem Stimmzettel zur Reichspräsidentenwahl 1932. Mehr nicht. Die dürre Information ist dennoch vielsagend. Wer seine Kontrahenten in dieser Abstimmung waren und welche gesellschaftliche Position sie einnahmen, lässt auch ohne genauere Kenntnis der politischen Verhältnisse der damaligen Zeit den Zustand und die Klassenlage in der Spätphase der Weimarer Republik erkennen: »Paul von Hindenburg, Reichspräsident, Generalfeldmarschall, Berlin«, »Adolf Hitler, Regierungsrat im braunschweigischen Staatsdienst, München«. Ein Jahr später besiegelten der General und der Gefreite per Händedruck das terroristische und kriegerische Bündnis von Militär, Monopolkapital und faschistischer Massenpartei. Da saß der Transportarbeiter bereits seit einigen Wochen hinter Kerkermauern, die er lebend nicht mehr verlassen sollte. Thälmann wurde im August 1944, nach über elf Jahren Einzelhaft, von den Nazis im KZ Buchenwald ...

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